“Plagiiert, beraten und verkauft” titelt Thomas Barth in der gestrigen Telepolis. Bestsellerautor Thomas Leif muss sich vor Gericht gegen den Vorwurf des Plagiarismus verteidigen. Kläger ist Korruptions-Spezialist Werner Rügemer, welcher 2004 das Buch “Die Berater” veröffentlichte. Aus eben jenem Werk finden sich nun Textpassagen in Leifs Bestseller “Beraten und verkauft”. Das Werk erschien bei einem der renommiertesten Verlage der Welt, bei C.Bertelsmann/Random House. Bereits bei der Verhandlung um Dan Browns Bestseller “Sakrileg” war Random House involviert, nun folgt also der nächste Fall von Plagiarismus.
Gelingt es Leif nicht, seine Urheberschaft vor Gericht nachzuweisen, wird er mit Schadensersatz und Unterlassung zu rechnen haben. Es zeigt sich, dass auch Träger großer Namen durchaus zum Plagiat fähig sind. Als Schutz vor dem Plagiatsvorwurf dienen große Namen aber immer weniger und der aktuelle Fall wird sicherlich das seinige dazu tun.