Jan
28
Seit Jahren war es einer Fotografin bekannt, dass ein von ihr gemachtes Foto auf einer Internetseite zum herunterladen bereitstand. Dies wurde auch getan und in einem Artikel verwendet. Die Fotografin sah hierin eine Urheberrechtsverletzung und zog vor Gericht. Dies zeigt wenig Verständnis für das Anliegen des Urhebers und wies die Klage ab. Die Antragstellerin hätte die Bereitstellung des Fotos in der Vergangenheit nicht unterbunden. Hierin kann eine konkludente Einwilligung gesehen werden.
Die ganze Entscheidung gibt es hier.
Jan
28
Im vergangen Jahr kam es in der Schweiz zu einem wahren Kräftmessen zwischen “David und Goliath”. Die Brauerei Heineken ließ 1.200 Flaschen eines schweizer Bieres mit dem Namen “Keineken” beschlagnahmen. Grund hierfür war eine befürchtete Beeinträchtigung der Marke. Auslöser für die Kreation des Bieres war der Jahrestag der Übernahme des Luzerner Biers Eichenhof durch die Brauerei. Was mit einer witzigen Idee begann endete nun vor Gericht mit einer Niederlage. In Zukunft darf der Verein sein Bier nicht mehr unter dem Namen “Keineken” verbreiten. Na dann: Prost!
Jan
14
Der Jahreswechsel ließ es nicht nur kräftig schneien sondern beendete auch das Urheberrecht für die Schriften von Siegmund Freud. Doch er ist nicht der Einzige, dessen Werke nun gemeinfrei sind.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31809/1.html
Jan
14
Es ist vorbei: Pünktlich zur Geisterstunde in der Nacht zum 27.12. verebben schlagartig die Weihnachtslieder. Die Urheber und Leistungsschutzinhaber der Lieder wie „ Let it snow“, „Jingle Bells“ oder „White Christmas“ reiben sich alljährlich im Januar die Hände.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Musikindustrie;art271,2979944
Jan
14
Seit vielen Jahren produziert die Schleich GmbH Spielwaren in millionenfacher Auflage. Nun hat sie „Konkurrenz“ bekommen. Frau Schleich. Sie bastelt Bären und gibt Sie zur „Adoption“ frei. Dies gefällt dem Unternehmen Schleich nicht und klagt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,671570,00.html
Jun
29
Wie hier schon gelegentlich geschrieben wurde, ist eine Abschaffung des Urheberrechts Quatsch und das sieht man auch bei der Piratenpartei so. Was fehlt, ist ein modernes Urheberrecht, dass den Urhebern und Konsumenten gleichsam nützt.
Jens Seipenbusch, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei hat deshalb drei der Forderungen seiner Partei mal als Gesetzestext formuliert und zur Diskussion gestellt.
Ein guter Start und ein weiteres Zeichen dafür, dass die Piratenpartei sich nur in Internetpartei umbenennen müsste, um drei mal soviele Stimmen zu bekommen.
Jun
02
Die FDP positioniert sich zum Bundestagswahlkampf und fordert klare Haftungsfreistellungen bei Internetanbietern sowie Transparenz und Offenheit für Nutzer. Als freiheitliche Partei lehnt die FDP Belastungen durch “überzogene Kontrollpflichten” sowie übermäßige Eingriffe des Staates ab.
Jun
02
Mit einem Graffitivideo gewannen Oberschüler aus Berlin den Schülerwettbewerb des BDI. Hier kann das Video angeschaut werden.
Jun
02
Netzwertig.com, ein äußerst lesenswerter Blog, befasst sich mit einem symptomatischen Artikel der Copyright-Debatte. Stück für Stück werden die Argumente beleuchtet und auf ihren Realitätsgehalt geprüft. Das Ergebnis: Die Debatte ist seicht, ideologisch eingefärbt und in weiten Teilen realitätsfern. Und zwar auf beiden Seiten.
Apr
15
Die Krise nutzen wollen die US-Ökonomen Michele Boldrin und David Levine zur Abschaffung der Rechte an immateriellen Gütern, auch bekannt als “geistiges Eigentum”. Warum? Die Abschaffung würde eine Innovationswelle auslösen, die der Schlüssel zur Wiederbelebung der Wirtschaft sein kann.
Wir sind da einen Schritt weiter und fordern auch die Abschaffung der Rechte an materiellen Gütern. Warum? Die darauf folgende Umverteilung würde Milliarden Menschen aus der Armut holen, deren Konsum wiederum die Wirtschaft ankurbelt.
D.h., natürlich gäbe es gar keinen Konsum mehr, zumindest keinen entgeltlichen. Denn wie soll man etwas verkaufen, woran man gar kein Eigentum hat? Man kann es nicht einmal mehr verschenken. Die Dinge wären vogelfrei, jeder nimmt sich was er braucht (oder glaubt, zu brauchen).
Auf eine Wirtschaft, die sich erst erholen muss, können wir in der neuen Welt ohne Eigentum verzichten. Ob das die US-Ökonomen auch so sehen? Schließlich wäre ihr Arbeitsplatz dann ebenfalls überflüssig
Heise.de