Dieser Satz, frei aus dem Englischen übersetzt, offenbart nicht nur die spezielle Einstellung der Amerikaner zu Atombomben, sondern sagt auch viel über den Zustand des Ideenschutzes in der größten Volkswirtschaft der Welt.
Tausende Patente werden jedes Jahr angemeldet. Doch erfüllen sie noch ihre Funktion? Angenommen, ein US-Startup meldet ein Patent an und investiert Geld (25K USD) und viel Zeit in diese Ideenschutzmaßnahme. Ist die Idee nun sicher?
Nein. 4-6 Jahre werden veranschlagt, bis ein angemeldetes Patent genehmigt wird. Das ist in der heutigen Ökonomie eine Ewigkeit. Wettbewerber können während dieser Zeit die Idee kopieren, weiterentwickeln, kommerzialisieren und den Ertrag einfahren. Die sogenannte „Copycat-Kultur“ ist ein direktes Ergebnis dieser Entwicklung, Startups kopieren sich gegenseitig.
Wirklich schwer wird es jedoch, wenn ein Großunternehmen ein Startup kopiert. Hatte Microsoft den Webbrowser „erfunden“? Nein. „Erfinder“ Netscape (Marc Andreesen) wurde trotzdem aus dem Markt gedrängt. Glücklicherweise sind viele Großunternehmen zu langsam, um effektiv zu kopieren. Doch ist eine schwache Sicherheit, wenn man die eigene Existenz schützen will.
Wer profitiert? Der Kunde. Je mehr Patente an Wer verlieren, desto weniger können Patente zur Realisierung von Monopolgewinnen genutzt werden. Die Folge sind niedrige Preise sogar für Marktneuheiten.
Sollte man unter diesem Aspekt überhaupt noch Ideenschutz betreiben? Auf jeden Fall. Zwar können Patente keineswegs mehr zur Durchsetzung monopolartiger Gewinne verwendet werden wie noch vor 30 Jahren. Doch dienen sie noch immer der Absicherung. Großunternehmen sammeln tausende Patente, um in einem Streifall eine Pattsituation zu erzeugen. Das beste Argument in einem Patentstreit ist ein Gegenpatent.
„Patente sind wie Atombomben - man muss einfach ein paar haben.“ sagt Fred Wilson und fährt fort: „Ich habe noch nie Patent gesehen, dass ein Geschäft nach vorn gebracht hat aber ich habe schon oft gesehen, wie fehlende Patente ein Unternehmen schädigen können.“
Dieses Fazit lässt sich aus dem Bereich der Patente exakt in die Bereiche Designschutz und Urheberschutz übertragen. Liegt wirklich jemandem daran, Urheberrechtsverletzungen vor Gericht auszufechten? Man kann sich auch auf einem urheberrechtlich geschützten Werk nicht ausruhen, die Arbeit geht weiter.
Die anscheinend wichtigsten Funktionen des Schutzrechts sind
a) die Prävention von Urheberrechtsverletzungen,
b) die Abschreckung von potentiellen Plagiatoren und
c) die Absicherung gegen externe Plagiatsvorwürfe.
Deshalb ist auch die notarielle Hinterlegung von Beweismitteln eine empfehlenswerte Absicherung. Sie untermauert den Rechtsanspruch des Urhebers und hinterlässt eine notarielle Urkunde, die weltweit einsatzfähig ist. Sie schafft Fakten, wo andernfalls nur Worte stehen. Und Fakten werden nicht nur beim Focus hochgeschätzt.
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Guten Abend. Habe den beitrag nur ueberflogen aber musste schon schmunzeln. Bin gespannt auf eine Vorsetzung.