Hegemann: Plagiat “total legitim”

Sie wurde als neuer Star am Buchhimmel gefeiert. Nun musste die 17-jährige Helene Hegelmann bekanntgeben, dass nicht alle Stellen des Debütromans “Axolotl Roadkill” ihrem Geiste entsprungen sind. Einige der Ausführungen stammen von einem Blogger mit dem Namen “Airen”, der Textpassagen seines Buches “Strobo” auf der Internetseite gefuehlskonserve.de veröffentlichte.

Darauf angesprochen, antwortete die junge Schriftstellerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “Airen, von dem ich insgesamt eine Seite, ohne sie groß verändern zu müssen, regelrecht abgeschrieben habe, ist ein großartiger Schriftsteller, dessen Blog im Internet einen Teil der alternativen Lebensweise, über die ich berichten wollte, auf den Punkt gebracht hat, und mit dem ich über das Buch auch ein Stück weit versuche, in Kommunikation zu treten.“

Zumindest in der Danksagung taucht “Airen” nun auf, auch wenn die Aufnahme auch erst zur zweiten Auflage erfolgte. Derzeit bemüht sich der Ullstein-Verlag, bei dem Hegemann unter Vertrag steht, mit dem Verlag in dem “Strobo” erschienen ist, zu einigen und die benötigten Rechte nachträglich zu erwerben.

Schuldbewusst zeigte sich das Nachwuchstalent im ersten Moment nicht: Sie selbst fand ihre Vorgehensweise “total legitim”. Erst später, unter dem Druck der Medienberichterstattung, entschuldigte sie sich bei allen Rechtinhabern für ihr sorgloses Verhalten.

(Berichte zu diesem Plagiatsfall in FAZ.de, Süddeutsche.de sowie Spiegel online)

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Kaffeegenuss wie im Himmel

George Clooney wird von einem Klavier tödlich getroffen. Im Himmel angekommen gibt es eine Chance für eine “Lebensverlängerung. Doch dafür müsste er seine Kaffeemaschine abgeben. Ein Deal, auf den der Schauspieler in dem Werbesport für Nespresso natürlich nie eingehen wird.

Mit dieser “himmlischen” Werbung machte das Unternehmen Nestlè auf sein Kaffeesystem aufmerksam. Das Problem: Bereits einige Jahre zuvor nutzte auch das Kaffeeunternehmen Lavazza eine vergleichbare Kulisse für seine Kaffeewerbung und fordert Nespresso auf, die Werbung mit seinem Testimonial Georg Clooney zurückzuziehen.

Nespresso beruft sich darauf, dass bereits seit vier Jahren mit dem “Himmel”, welches ein mehr als gewöhnliches Sujet sei, geworben werde.  Es bleibt abzuwarten, wer am Ende des Streites “aus allen Wolken fallen ” wird.

Duldung schadet Verwertungsrechten

Seit Jahren war es einer Fotografin bekannt, dass ein von ihr gemachtes Foto auf einer Internetseite zum herunterladen bereitstand. Dies wurde auch getan und in einem Artikel verwendet. Die Fotografin sah hierin eine Urheberrechtsverletzung und zog vor Gericht. Dies zeigt wenig Verständnis für das Anliegen des Urhebers und wies die Klage ab. Die Antragstellerin hätte die Bereitstellung des Fotos in der Vergangenheit nicht unterbunden. Hierin kann eine konkludente Einwilligung gesehen werden.

Die ganze Entscheidung gibt es hier.

Kein Keineken! Nur Heineken!

Im vergangen Jahr kam es in der Schweiz zu einem wahren Kräftmessen zwischen “David und Goliath”. Die Brauerei Heineken ließ 1.200 Flaschen eines schweizer Bieres mit dem Namen “Keineken” beschlagnahmen. Grund hierfür war eine befürchtete Beeinträchtigung der Marke. Auslöser für die Kreation des Bieres war der Jahrestag der Übernahme des Luzerner Biers Eichenhof durch die Brauerei. Was mit einer witzigen Idee begann endete nun vor Gericht mit einer Niederlage. In Zukunft darf der Verein sein Bier nicht mehr unter dem Namen “Keineken” verbreiten. Na dann: Prost!

“Karl-Heinz, ich danke Dir…”

Mit diesen Worten dürfte sich vermutlich die Urheberin eines “Danke”-Gedichtes bei Karl-Heinz Rummenigge bedanken. Dieser trug auf der Jahreshauptversammlung eine Danksagung an den scheidenden Präsidenten in Gedichtform vor. Dies tat er allerdings ohne mit der Urheberin vorher ohne Rechteklärung. Nun wurde bekannt, dass der FC Bayern die geforderten 1.000 € gezahlt habe.

Siegmund Freud gemeinfrei

Der Jahreswechsel ließ es nicht nur kräftig schneien sondern beendete auch das Urheberrecht für die Schriften von Siegmund Freud. Doch er ist nicht der Einzige, dessen Werke nun gemeinfrei sind.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31809/1.html

“Süßer die Kassen nicht klingeln“

Es ist vorbei: Pünktlich zur Geisterstunde in der Nacht zum 27.12. verebben schlagartig die Weihnachtslieder. Die Urheber und Leistungsschutzinhaber der Lieder wie „ Let it snow“, „Jingle Bells“ oder „White Christmas“ reiben sich alljährlich im Januar die Hände.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Musikindustrie;art271,2979944

Der doppelte “Schleichbär”

Seit vielen Jahren produziert die Schleich GmbH Spielwaren in millionenfacher Auflage. Nun hat sie „Konkurrenz“ bekommen. Frau Schleich. Sie bastelt Bären und gibt Sie zur „Adoption“ frei. Dies gefällt dem Unternehmen Schleich nicht und klagt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,671570,00.html

Streit um Stuttgart 21

Es sollte der imposanteste Bahnhofsbau Deutschlands werden. Modern und zukunftsweisend. Seit längerem ist auch ein Urheberrechtsstreit an einem Seitenflügel Bestandteil dieses kostenintensiven Projektes.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2327810

Ich danke Dir, das fällt nicht schwer: / Danke, danke, danke sehr

Dieses Gedicht hätte durchaus von einem Fußballprofi stammen können, doch Karl-Heinz Rummenigge hat es weder selbst gedichtet noch die Urheberin um Erlaubnis gefragt. Nun streiten sich die Anwälte.

http://www.sueddeutsche.de/sport/333/499609/text/